1. Kölner Mongolen Horde

1984 e.V.

 

Die 1. Kölner Mongolen Horde gründete sich im Mai 1984 in Köln Heimersdorf.


Der Gründer Heinz Friedrich traf sich mit 11 Freunden in der Gaststätte "Haselnuss Hof" und gemeinsam beschlossen sie, eine Karnevalsgesellschaft zu gründen. Die Kostüme wurden in mühevoller Arbeit selbst hergestellt. Der Verein ging in den Veedelszügen von Köln Heimersdorf und von Köln Longerich mit. Durch die Begeisterung des Publikums wurde der noch junge Karnevalsverein in seinen Aktivitäten bestärkt. Schon bald wurden das alljährliche Sommerfest, Fußballturniere und die Feier des 11-ten im 11-ten zum festen Bestandteil im Kölner Norden.

Seit 1997 versucht der Verein noch mongolischer zu werden.

Das Sommerlager in der Nettesheimer Strasse in Köln Heimersdorf ist der absolute Höhepunkt im Jahr. Das Lager findet immer am letzten Ferienwochenende statt. Die mongolische Kleidung (Del) wird von den Vereinsmitgliedern nach Originalvorlagen gemeinsam geschneidert. Ebenso werden mongolische Zelte (Jurten) nachgebaut. Die 1. Kölner Mongolen Horde verfügt mittlerweile über eine große Sammlung von Büchern und andern Unterlagen über die Mongolei. Ebenso wurden aber auch persönliche Kontakte zu Mongolen geknüpft.

Fast schon als traditionell für die 1. Kölner Mongolen Horde könnte man die Festivitäten am 11-ten 11-ten auf dem Alter Markt oder im Stammlokal, die Teilnahme an den Viertelszügen in Heimersdorf und in Longerich sowie das gemeinsame Feiern am Vatertag bezeichnen.

 

Vom Karneval in die Mongolei.

Ja wie ist man auf diese Idee, eine Mongolenhorde in Köln zu gründen, gekommen?  Der Ursprung dieser Idee liegt im Kölner Karneval und in der Stadtgeschichte Kölns. 

Karneval, in Kölsch Fastelovend, oder Fastnacht, oder lateinisch Carrus Navalis "Schiffskarren", ein alter Vegetationskult, Brauch aus mutterrechtlichen Kulturen ein Schiff zu Wasser und zu Lande umzuführen. Dieser Kult findet sich im späten Altertum in Ostrom und im 1 0. Jahrhundert in Belgien.  In den romanischen Ländern erhielt sich der ursprüngliche Kult am längsten. 

Der ursprüngliche Tag vor Beginn der Fastenzeit (Aschermittwoch), der so besonders gefeiert wird.  In der heutigen Zeit beginnt allgemein diese Feier 3 Tage vorher.  
Die Fastnacht- bzw.  Karnevalsfeiern sind im großen Maße in der Hand einzelner Verbände (Gemeinden, Städte, Vereine, Karnevalsgesellschaften).  Durch die Übernahme ins städtische Brauchtum verlor die Fastnacht bzw.  Karneval nicht nur ihren kirchlichen Sinn sondern auch ihren älteren Anspruch als Vegetationskult.  Karneval oder Fastnacht wurde so in der heutigen Zeit eine reine Zeit des Vergnügens, wo man in Umzügen mit Masken und Kostümen und Juxgestalten so wie dem Zuschaustellen von Narrenschiffen, die durch die Straßen gezogen werden. Begleitet  von musizierenden und fröhlich  feiernden Menschen, die so den Beginn der Fastenzeit einleiten. 

Wir, die ersten Kölner Mongolenhorde von 1984 e.V., wollen  eine Kulturgruppe, in diesem städtischen Brauchtum, der Öffentlichkeit präsentieren, die zwar in der Stadtchronik erwähnt wurde, aber so noch nicht dargestellt worden ist.